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Energiesparen vor dem Kauf

Energieausweis

Alles im grünen Bereich?

Der Gebäude-Energiepass ist bei Vermietung oder Verkauf Pflicht

Die Wohnungssuche war erfolgreich und das Traumhaus ist gefunden: Optik und Wohn-Ambiente stimmen. Damit das Traumhaus nicht zum Alptraum wird, sollte die Immobilie vor dem Kauf gründlich durchgecheckt und der bauliche und technische Zustand überprüft werden.

Gerade beim Kauf eines Altbaus empfiehlt es sich, Haus oder Wohnung durch einen Fachmann überprüfen zu lassen. Er hat den Blick für das Wesentliche und lässt sich nicht einfach vom Charme der Jugendstilvilla oder des alten Fachwerkhauses blenden. Bausachverständige können einschätzen, ob etwa das Dach marode ist, das Fundament Feuchtigkeitsschäden aufweist oder die Heizungsanlage den Anforderungen der neuen Wärmeschutzverordnung entspricht. Erfahrene Experten spüren auch versteckte Mängel auf, etwa die Verwendung ökologisch unverträglicher Baustoffe oder gesundheitsschädlicher Anstriche. Architekten können den Zustand der Bausubstanz begutachten und gegebenenfalls die Kosten einer notwendigen Sanierung überschlagen. Energieberater können die Dämmqualität der Fassade prüfen und auf Wunsch auch komplette Gebäudeanalysen des Hauses erstellen. Experten empfehlen, lieber zwei- oder dreitausend Euro in ein aussagekräftiges Wertgutachten zu investieren, als eine sanierungsbedürftige Immobilie zum vollkommen überhöhten Preis zu kaufen.

Wie ist die Energieeffizienz der Immobilie? Diese Frage wird bei der Wohnungssuche immer wichtiger. Der Gebäude-Energiepass gibt Anworten. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise wird es immer wichtiger, Energiefressern auf die Spur zu kommen. Jedem Miet- oder Kaufvertrag muss künftig ein Gebäude-Energiepass beiliegen.

Mithilfe einer farbigen Klassifizierung ermöglicht dieser auch Verbrauchern ohne technische Vorkenntnisse eine schnelle Orientierung und die Einordnung seiner Wohnung. Der Energiepass bietet eine schnelle Entscheidungshilfe vor Kauf und Miete von Wohnungen und Häusern. Der Energieausweis bewertet eine Immobilie anhand der Tauglichkeit, Wärmeverluste und Energiekosten gering zu halten und gibt Auskunft darüber, wie viel Energie das Gebäude zum Heizen und für warmes Wasser benötigt. Auf einer Farbskala von Grün bis Rot kann sehr einfach abgelesen werden, in welchem energetischen Zustand sich das Gebäude befindet - von sehr energiesparend bis total veraltet.

Diese Kategorisierung ist bei technischen Geräten schon lange üblich. Viele Verbraucher kennen sie beispielsweise vom Kauf eines neuen Kühlschrankes. Bei jedem Autotyp machen die Hersteller Angaben über den Kraftstoffverbrauch. Der Energieausweis ist seit Anfang 2009 für alle Hauseigentümer Pflicht, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung vermieten oder verkaufen möchten. Für Neubauten und grundlegend sanierte Immobilien ist die Berechnung ohnehin Bestandteil der vorgeschriebenen Wärmebedarfsberechnung, einen extra Energieausweis braucht der Eigentümer nicht.

Der Gebäude-Energiepass dokumentiert, ob sich die Immobilie bereits „im grünen Bereich“ befindet. Käufer und Mieter erfahren, wie hoch die Kosten für Heizung und Warmwasser in etwa sein werden und bekommen Basisinformationen über Dämmung und Heizanlage. Eigentümer erhalten erste Informationen über den energetischen Zustand des Hauses. In Kurzform gibt es Empfehlungen für Sanierungen und Modernisierungen, die den Energieverbrauch senken.