Endlich ins eigene Haus ziehen – diesen Traum träumen nach wie vor viele Deutsche. In den eigenen vier Wänden ist man Herr im Haus und bestimmt selbst, wie man wohnen möchte. Zudem vertrauen die Deutschen der „Rente aus Stein“ mehr als anderen Formen der Altersvorsorge, so das Ergebnis einer aktuellen Allensbach-Studie im Auftrag der Postbank. Laut Studie nennen 63 Prozent der Berufstätigen die eigene Immobilie als besonders sichere Anlageform – sogar staatliche Rente und Beamtenpension liegen mit nur 53 Prozent in der Gunst der Befragten zurück.
Ist die Entscheidung für einen Hausbau grundsätzlich gefallen, macht der Bauherr sich auf die Suche nach einem geeigneten Partner. Dabei sollte genügend Zeit eingeplant und nicht vorschnell auf vermeintliche Schnäppchen reagiert werden, raten Experten der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).
Vor einer Entscheidung lohnt es sich, gründliche Informationen über das Unternehmen einzuholen. Wie lange ist es am Markt? Gibt es Referenzen oder vielleicht sogar die Möglichkeit, mit Bauherren zu sprechen, die bereits in Häusern der Firma wohnen?
Der nächste Schritt ist die Gestaltung und Unterzeichnung des Bauvertrags. Begriffe wie „schlüsselfertig“ suggerieren Sicherheit, sind aber rechtlich nicht geschützt. Wer sicher sein will, was genau er für sein Geld bekommt, dem bleibt es nicht erspart, sich intensiv mit dem „Kleingedruckten“ auseinandersetzen. Denn nach geleisteter Unterschrift besteht ein Anrecht nur auf das, was explizit im Vertrag steht.
Ein Ratgeber „Prüfsteine zum Bauvertrag“ mit Hinweisen zu den wichtigsten Knackpunkten kann unter www.bsb-ev.de kostenlos heruntergeladen werden. Vorsicht geboten ist auch bei vorschneller Unterschrift unter „Vorverträge“ auf Messen oder anderen Veranstaltungen. Viele gehen dabei von einem Rücktrittsrecht aus, wie es etwa für Haustürgeschäfte gilt. Dem ist nicht so. Denn selbst bei einer Unterzeichnung auf Messen gelten Bauverträge als rechtsverbindlich, und ein Rücktritt kann richtig teuer werden.
Die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. rät dazu, genau zu prüfen, welche Leistungen im Vertrag mit dem Bauunternehmen vereinbart werden, damit der Traum vom Eigenheim kein Albtraum wird.