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Sanieren - sinnvolle Investition

Altes Haus wird wieder jung

Sanieren und Modernisieren erhöht Wohnqualität und Wiederverkaufswert

Vor der Ölkrise zu Beginn der 1970er Jahre hatte das Wort Energiesparen für Planer und Architekten keine große Relevanz. Sie folgten beim Hausbau dem Geschmack ihrer Zeit. Die Folgen zeigen sich heute. Jede Architektur-Epoche hat ihre typischen energetischen Schwachstellen hervorgebracht. Sollen bäuerliche Fachwerkhäuser, ältere bürgerliche Mehrfamilienhäuser oder Eigenheime den heutigen Wohnwünschen und Baustandards genügen, so sind Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

Nicht nur Käufer eines Altbaus sehen die Notwendigkeit, in eine umfassende Modernisierung zu investieren. Auch am selbstgebauten eigenen Heim nagt der Zahn der Zeit. Ob Schönheits- reparatur oder notwendige Modernisierung – um eine Frischzellenkur fürs Haus kommen auch Eigentümer nicht herum, die ihre Immobilie selbst bewohnen. Sanieren und Modernisieren verschönert nicht nur die Optik. Die Maßnahmen erhalten die Gebäudesubstanz, steigern den Wert der Immobilie und tragen zur Wohn- und Lebensqualität mit erheblichen Energieeinsparmöglichkeiten bei.

Die meisten Modernisierungen sind mit beträchtlichen Kosten verbunden. Vorausschauend planen und kontinuierlich am Ball bleiben, heißt daher das Motto, damit nicht alle Maßnahmen auf einen Schlag fällig werden. Wer gleichzeitig in ein modernes Bad, ein neues Dach, Fenster, den Außenputz und die zeitgemäße Heizung investieren muss, ist finanziell schnell überfordert.

Viele Immobilienbesitzer scheuen die hohen Kosten für eine energetische Sanierung.

Tatsächlich sollten sie sich bei einer Gebäudesanierung nicht vor mehrstelligen Zahlen fürchten: Fenster und Heizung austauschen, Dach und Außenwände dämmen – das ist eine enorme Investition. Grundsätzlich sei eine Sanierung lohnend, meint Jürgen-Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbandes IVD. Die Investition trage zur Werterhaltung des Hauses bei und senke laufende Betriebskosten.

Ältere Häuser verbrauchen im Schnitt so viel Energie wie vor 20 Jahren üblich. Dabei ist der Stand der Technik mittlerweile so weit fortgeschritten, dass Einsparungen von bis zu 50 Prozent möglich sind.

Die Energieagentur NRW rät dazu, beim Sanieren in mehreren Schritten vorzugehen. Ein Energieberater kann dabei helfen, die verschiedenen Sanierungsmaßnahmen aufeinander abzustimmen und Kosten und Nutzen von Maßnahmen zum Energiesparen gegenüberzustellen.

Nicht immer ist alles Machbare auch sinnvoll. Die Investitionen, die in Energiesparmaßnahmen gesteckt werden, sollten sich im Laufe der Zeit zumindest amortisieren.

Für Hausbesitzer ist der Energieausweis eine Orientierungshilfe und ein guter Einstieg in die energetische Sanierung oder Modernisierung ihres Gebäudes. Er weist die energetischen Mängel des Hauses auf und zeigt, mit welchen wirtschaftlichen Maßnahmen die Energiebilanz verbessert werden kann. Dies ist eine gute Grundlage für eine ausführliche Energieberatung mit Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Generell ist es empfehlenswert, sich über die Förderprogramme durch staatliche Institutionen wie die KfW zu informieren.

Altersgerechter Umbau

Die meisten Menschen möchten auch im Alter in ihrem Zuhause wohnen bleiben. Die barrierefreie Umgestaltung der Wohnung bedeutet ein Plus an Lebensqualität, in einem Heim ohne Barrieren lässt sich auch im Alter komfortabel leben. Jeder Hausbesitzer sollte frühzeitig über Maßnahmen nachdenken und nicht erst planen, wenn die Bewegungsfreiheit schon erheblich eingeschränkt ist. Wer sein Haus rechtzeitig umgestaltet, profitiert früher vom zusätzlichen Komfort einer altersgerechten Modernisierung.

Eine Modernisierung ist für Haus- und Wohnungsbesitzer attraktiv, weil sie vom Staat gefördert wird. Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ unterstützt Maßnahmen, die das Wohnumfeld barrierefrei machen wie, beispielsweise