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Kosten - Eine Immobilie kostet mehr als ihr Kaufpreis

Wer ein Haus oder eine Wohnung kauft, sollte die Nebenkosten einkalkulieren

Kosten - Eine Immobilie kostet mehr als ihr Kaufpreis

Wer eine Immobilie baut oder kauft, muss weit mehr als nur den reinen Kaufpreis zahlen: Die Nebenkosten können beachtlich sein. In der Regel sind hier mehr als zehn Prozent zusätzlich zum Kaufpreis einzuplanen. Und nach dem Einzug fallen laufende Kosten beispielsweise für Grundsteuer, Heizung und Strom, Müllabfuhr und Schornsteinfeger an.

Nach dem Erwerb sind zunächst einmal Zusatzkosten zu zahlen. Wenn ein Immobilienmakler das Haus oder die Eigentumswohnung vermittelt hat, erhält dieser eine Provision. Sie liegt je nach Region zwischen 3 bis 6 Prozent des Kaufpreises, zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Grunderwerbssteuer beträgt derzeit 3,5 Prozent (Stand: Oktober 2010). Die Bemessungsgrundlage für diese Steuer ist der Kaufpreis des Objektes. Gezahlt wird nach Abschluss des Grundstück-Kaufvertrags.

Wer Immobilieneigentümer werden will, kommt am Notar nicht vorbei. Zu den Notar- und Gerichtsgebühren (bis zu 2 Prozent des Kaufpreises) zählen: Notargebühren für die Beurkundung des Kaufvertrages und für die Grundschuldbestellung, Gebühren für die Eintragung der Auflassungsvormerkung sowie den späteren Eintrag beim Grundbuchamt und schließlich Gebühren für die Eintragung der Grundschuld beim Grundbuchamt.

Bei einem Neubau fallen Erschließungs- und Anschlusskosten an. Falls der Käufer einen Sachverständigen beauftragt hat, um den Zustand der Immobilie zu beurteilen, sind Gutachterkosten einzukalkulieren.

Auch Extra-Wünsche beim Hausbau oder Hauskauf können zusätzlich ins Geld gehen. Oft ist es der Wunsch, die neue Wohnung nach den Traumvorstellungen zu gestalten. Die neue Küche mit allen Extras kostet viel Geld, ebenso wie die Gestaltung der Außenanlagen des Grundstücks. Nicht jedes Bad muss sich beim Einzug schon in eine Wellness-Oase verwandelt haben, denn jedes Extra erhöht die Nebenkosten. Hier sollte man den Rotstift ansetzen und kritisch hinterfragen, was wirklich notwendig und machbar ist. Oft geht es auch eine Nummer kleiner und Renovierungsprojekte können auch später umgesetzt werden.

Auf jeden Fall sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. Gehen die monatlichen Zahlungen an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit, sollten potentielle Bauherren und Immobilienkäufer besser auf einen günstigeren Zeitpunkt warten. In solchen Fällen sollte man die Kriterien der Wohnungssuche hinterfragen und prüfen, ob ein preiswerteres Objekt in Frage kommt.
Wenn das Objekt erst gebaut wird, kommt es häufig zu einer Doppelbelastung, die nicht zu unterschätzen ist. Bis das Haus oder die Eigentumswohnung bezugsfertig sind, ist in der alten Wohnung weiterhin Miete zu zahlen. Die Bank verlangt Bereitstellungszinsen für das noch nicht ausgezahlte Darlehen und Bauzeitzinsen für das teilweise bereits ausgezahlte Darlehen.

Über Budgetrechner, die im Internet zu finden sind, können sich Kaufinteressenten einen ersten Überblick über die zu erwartenden Kosten verschaffen. Wie viel Immobilie kann ich mir leisten? Diese Frage sollten sich Käufer stellen, bevor sie zur Tat schreiten.