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Versicherungen für Immobilien

Sicherheit muss sein!

Notwendiger Versicherungsschutz für Bauherren, Eigentümer und Mieter

Das Thema Versicherungsschutz ist auch für Bauherren, Eigentümer und Mieter von großer Bedeutung. Wichtig ist die Absicherung vor Risiken, die existenzbedrohend sind. Welche Versicherungen sind für Hauseigentümer und Mieter unverzichtbar?

Ganz allgemein empfiehlt es sich, den Versicherungsschutz gelegentlich zu überprüfen, da sich der Bedarf mit dem Beginn einer neuen Lebensphase (Gründung eines gemeinsamen Hausstands, Hausbau, Geburt von Kindern) oftmals verändert.

Bauherren-Haftpflicht- und Bauleistungsversicherung

Eine Baustelle birgt viele Gefahren: Wenn auf der Baustelle Dritte zu Schaden kommen, trägt der Bauherr die Verantwortung. Eine Bauherren-Haftpflichtversicherung und eine Bauleistungsversicherung bieten Schutz für wenig Geld, empfiehlt Stiftung Warentest. Jeder Häuslebauer sollte diese Versicherungen abschließen. „Bei Unfällen von Baustellenbesuchern oder bei Schäden am Auto des Nachbarn durch abstürzende Bauteile springt die Bauherrenversicherung ein“, erläutert Stiftung Warentest. Die Bauleistungsversicherung schützt Bauunternehmer und Bauherren vor Schäden, die unvorhersehbar sind und während der Bauzeit auftreten. Sie ersetzt Baustoffe, fertige Bauteile und Bauleistungen, wenn sie durch Unwetter oder Vandalismus Schaden genommen haben.

Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht

Die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung ist ein Muss: Vermieter von Ein- und Mehrfamilienhäusern oder Wohnungen brauchen sie ebenso wie Besitzer eines unbebauten Grundstücks. Der Eigentümer eines Gebäudes haftet, wenn jemand vor dem Grundstück, im Treppenhaus oder im Garten zu Schaden kommt. Die Versicherung deckt die Schäden ab, die beispielsweise entstehen, wenn lose Dachziegel ein parkendes Fahrzeug beschädigen, herabfallende Eiszapfen Passanten verletzen oder Besucher im zugestellten Treppenhaus stürzen.

Bei Eigentümern einer selbstgenutzten Wohnung oder eines Einfamilienhauses wird das Risiko von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt, erklärt ein Versicherungs-Experte der Debeka mit Sitz in Koblenz.

Wohngebäudeversicherung

Unwetter, Sturm oder Hagelschauer können Folgen haben, die für Immobilien-Besitzer teuer werden. Ein passender Versicherungsschutz übernimmt die Kosten für derartige Schäden. Hausbesitzer sind daher gut beraten, eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen. „In der Police sollte zumindest die Feuerversicherung enthalten sein. Oft ist auch der Schutz vor Schäden durch Leitungswasser sowie Sturm und Hagel sinnvoll“, rät Stiftung Warentest.

Es gibt zudem die Möglichkeit, die Wohngebäudeversicherung mit einem Elementarschadenschutz zu kombinieren. Dieser kommt für Schäden auf, wenn nach einem Unwetter der Keller mit Wasser überflutet wird oder ein Erdrutsch oder ein Erdbeben das Haus beschädigen.

Der Preis für eine Wohngebäudeversicherung richtet sich nicht nur nach dem Wert der Immobilie. Dort fließen auch solche Faktoren ein wie beispielsweise das Risiko von Hochwasser in einer Region. Für die Leitungswasserversicherung, die etwa Schäden durch Rohrbrüche abdeckt, ist der Härtegrad des Leitungswassers maßgeblich.

Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung

Besitzer von Ölheizungen sollten eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung abschließen, die im Normalfall keine hohen Beiträge erfordert. In Deutschland sind allerdings nur die Wenigsten gegen die Folgekosten eines auslaufenden Öltanks versichert. „Wenn Heizöl ausläuft und Boden und Grundwasser verseucht, übernimmt die Versicherung die Kosten für das Ausbaggern, Abfahren und Entsorgen des verschmutzten Erdreichs als Sondermüll. Die Police schützt auch vor Schadensersatzansprüchen“, schreibt Stiftung Warentest.

Hausratversicherung

Grundsätzlich sei eine Hausratversicherung sinnvoll, raten Versicherungsexperten. Die Preisunterschiede sind allerdings enorm. Und nicht immer leisten teure Tarife mehr als günstige. Um eine Unterversicherung zu vermeiden, sollte bei Neuanschaffungen von Möbeln und technischen Geräten die Deckungssumme im Vertrag angepasst werden. Verbraucher sollten prüfen, ob ihre Hausratversicherung für Schäden durch Kurzschluss oder Überspannung aufkommt. Einige Policen beinhalten diesen Schutz nicht oder nur gegen einen Zusatzbeitrag.

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung bieten Versicherer für verschiedene Bereiche an: für Privat-, Berufs-, Verkehrs oder Mietrechtsschutz. Je nach Bedarf, kann der Kunde einzelne Bereiche miteinander kombinieren.

Für Vermieter oder als Mieter einer Immobilie ist der Mietrechtsschutz zu empfehlen, wenn sie nicht für die möglichen Kosten von Rechtstreitigkeiten selbst aufkommen wollen.

Bevor Kunden sich für ein Rechtsschutzpaket entscheiden, sollten sie ihren Bedarf genau prüfen. Unter Umständen genügt eine Einzelpolice. „Sinnvoll für Vielfahrer ist zumindest Verkehrsrechtsschutz, und Angestellte in Krisenbranchen könnten über Arbeitsrechtsschutz nachdenken“, empfiehlt Stiftung Warentest. Ein besonders streitträchtiges Thema ist das Mietrecht.

Von einer Einzelpolice rät „Finanztest“ allerdings ab: „Mietrechtsschutz ist einzeln teuer und wird erst im Paket mit anderen Leistungen erschwinglich.“